Kuala Lumpur: Vier tolle Tipps für Entdecker

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Liebe auf den ersten Blick ist sicher nicht das Gefühl, dass unsere ersten Stunden in Kuala Lumpur beschreibt. Dafür sind die Sehenswürdigkeiten in der malaysischen Hauptstadt zu verteilt und die Ausmaße zu schwer erfassbar. Hinzu kommt der etwas störrische öffentliche Nahverkehr mit mehreren Anbietern, der es Touristen nicht ganz so einfach macht wie etwa in Hong Kong oder Singapur. Aber spätestens nach dem zweiten Tag, als wir KL halbwegs verstanden haben, fühlen wir uns pudelwohl in der 8-Millionen-Metropole. Nach und nach erkunden wir als Familie mit Kind vier tolle Ecken der Stadt.



Akklimatisieren auf dem Ananas-Hügel Bukit Nanas

Gleich am Tag unserer Ankunft im schicken AirBnB in der Jalan Cendana entdecken wir zu Fuß die Nachbarschaft rund um den „Ananas-Hügel“, Bukit Nanas. Zu dritt mit unserer neunjährigen Tochter entscheiden uns für insgesamt 50 Euro für die lohnenswerte Fahrt hoch zum Menara KL Tower. Bedingt durch die Hügellage sind wir oben auf 300 Meter Turmhöhe ziemlich auf Augenhöhe mit den eigentlich etwas höheren Petronas Towers. Mit der netten Crew machen wir unzählig viele Fotos auf dem Sky Deck mit den Zwillingstürmen im Hintergrund, ehe wir noch mal zum verglasten Observation Deck fahren. Wieder unten begeben wir uns noch auf den Canopy Walk im Eco Park Bukit Nanas, ein schweißtreibendes kleines Abenteuer im Urwald mitten in der Stadt. Der Baumwipfelpfad ist nun nicht Romantik pur, aber ein echte Abwechselung in der Millionenstadt. Als Stärkung essen wir im Warong Che Senah auf Plastikstühlen zu Abend - günstig und doch echt gut!

Rund um den Merdeka Square im historischen Zentrum

Tags daraus finden wir uns um 9 Uhr am Merdeka Square zur öffentlichen Strawberry-Stadtführung ein. Doch leider musste der Anbieter dieser kostenlosen, geführten Touren seinen Betrieb einstellen. Also machen wir uns nach einem leckeren Frühstück im Hand Picked Beans neben dem schönen National Textile Museum selbst auf den Weg durch das historische Zentrum. Wir marschieren den Heritage Trail beginnend mit dem River of Life und einem Wahnsinnsblick auf die Masjid Jamek. Dann geht es vorbei am malerischen Sultan Abdul Samad Building und zurück zum Merdeka Square. Wir passieren schließlich ein weniger schmuckes Autobahnkreuz zum Perdana Botanischen Garten und besuchen etwas südlich den Schmetterlingsgarten. Nach der Rückkehr zum Merdeka Square schlendern wir durch den Central Market nahe Chinatown, wo wir uns von Doktorfischen die Füße abnagen lassen – unglaublich kitzelig, aber fußpflegetechnisch ein voller Erfolg! Da wir uns barfuß nun sehen lassen können, ist der Besuch des Hindu Tempels Sri Mahamariamman ein reines Vergnügen und tief entspannend – die Schuhe müssen hier draußen bleiben und wir genießen die Stimmung.

Mystik trifft Konsum an den Batu Caves

Heute wird es mystisch: Von der Station Bukit Nanas fahren wir über Dang Wandi nach Sentral und nehmen Komuter-Zug zu den Batu Caves. 45 Minuten später erreichen wir die Endstation rund 15 Kilometer nördlich von KL direkt an den steinernen Höhlen. Obwohl es morgens unter der Woche und außerhalb der Ferien ist, ahnen wir, welche eine Menge an Personen hier tagtäglich hinströmt. Kein Wunder, denn dies gilt als die heiligste Stätte der malaysischen Hindus. Sehr viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern, unzählige Shops mit Opfergaben, lokalen Snacks und Souvenirs machen die Batu Höhlen zu einem sehr asiatischen Original. Aber es gibt auch Kehrseiten: Reichlich Müll und recht aggressive Makaken-Affen, die vor vielen Touristen auch noch gefüttert werden. Doch das blenden wir spätestens aus, als wir die goldene, gut 40 Meter hohe Figur des Gottes Murugan passieren, seit 2006 das sichtbare Wahrzeichen der Höhlen. Dann bedecken die Damen ihre Knie und wir steigen im Strom der Touristen und Gläubigen die rund 300 Stufen hinauf zur Haupthöhle – vorbei an lauernden Affen, die die ein oder andere Tasche plündern. Oben angekommen ist es tatsächlich etwas mythisch innerhalb der Höhle und mit Blick auf die Türme von Kuala Lumpur.

Im Goldenen Dreieck

Den totalen Gegenentwurf zu den Batu Höhlen erleben wir im Goldenen Dreieck von Kuala Lumpur. Von der Station Bukit Nanas aus passieren wir schicke Restaurants und noble Hotels – bis wir schließlich am Fuße der mächtigen Zwillingstürme ankommen: Zwischen 1998 und 2004 waren die 452 Meter hohen Petronas Towers gar die höchsten Gebäude der Welt. Drum herum gibt es um den KLCC Park ein recht familienfreundliches Viertel, inklusive Spielplatz und Fontänenshow am Abend. Über einen Walkway ist es mit der Pavilion Shopping Mall in Bukit Bintang verbunden, wo internationales Flair vorherrscht. Für ein Dinner werden wir der tollen lokalen Küche untreu und bestellen uns zum Abschied aus KL mächtige Burger.
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