Salzburg: Die Bühne der Welt betreten

Krk: Familieninsel für Entdecker
5. November 2017

Obwohl Salzburg nur ein paar Kilometer hinter der deutsch-österreichischen Grenze liegt, ist die Kultur in der Alpenrepublik schon merklich anders: Dass die Stadt sich den Slogan „Die Bühne der Welt“ verpasst hat, ist ja schon mal eine Statement. Als wir Salzburg mit Kind entdecken, wird klar: Mit ihrer Lage, ihrem Flair sowie dem kulturellen wie kulinarischen Angebot hält die Stadt den hohen eigenen Ansprüchen durchaus stand.

 

 

Für unsere Stadterkundung haben wir uns mit der Salzburg Card versorgt: Wer die Stadt als Tourist für 24, 48 oder 72 Stunden möglichst intensiv erleben möchte, für den ist diese wirklich umfassende All inclusive Karte eine echt gute Wahl: Wir haben so etwa freien Eintritt in alle Museen und Sehenswürdigkeiten und können zudem alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Tatsächlich sind wir aber mal wieder fast ausschließlich zu Fuß unterwegs.
Unser Ausgangspunkt ist das Hotel Mercure Central in der Sterneckstraße, von wo wir uns eine Route entlang der Sehenswürdigkeiten basteln. Pfiffig: In den Stadtplänen der Stadt Salzburg gibt für bestimmte Highlights feste Nummern: So ist etwa das Museum der Moderne stets die 29.

Die Salzburg-Card als Türoffner


Wir frühstücken ganz nett in einem Café in der Linzer Gasse und gehen von dort weiter im morgendlichen Oktober-Restschatten zu Wolfgang Amadeus Mozarts Wohnhaus und buchen dort die Audiotour. Die neben vielen Infos über Leben, Wirken und Reisen des Musikgenies größte Erkenntnis: Unsere neunjährige Emmy ist nicht viel kleiner als der angeblich 1,63 Meter große Meister.
Anschließend gehen wir entlang der Salzach vorbei am Mozarteum und an zwei Filmdrehs zum Schloss Mirabell und dem Mirabellgarten. Bei inzwischen milden 20 Grad und strahlend blauem Himmel haben wir einem Megablick auf die Festung Hohensalzburg, während Emmy auf einem Einhorn spielt. Dann wechseln wir über den Müllnersteg die Flussseite und besuchen ebenfalls mit der Salzburg-Card das Haus der Natur - ein Mitmach-Paradies für Kinder. Knapp zwei Stunden lernen wir wahnsinnig viel über Schall, Wasser, Physik, den Körper und das Universum. Die irgendwie deprimierendste Erkenntnis: Die immer weiter wachsende Sonne wird perspektivisch die Erde austrocknen, so dass unseren schöner Planet verglüht. Da bis dahin noch reichlich Zeit ist, holen wir uns gegen 13.30 Uhr beim Bäcker etwas zum Lunch, ehe wir bei Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse vorbeischauen.

Vom Mönchsberg bietet sich ein toller Blick auf die Stadt


Anschließend fahren wir mit dem Standaufzug hoch zum Mönchsberg, wo wir bei der Bürgerwehr in der Sonne chillen. Einheimische berichten uns, dass sich hier eine der schönsten Aussichten auf die Stadt und das Umland eröffnet. Auf dem Kamm des Mönchsbergs wandern wir zur Festung, wo wir ebenfalls die Audiotour mitmachen und erneut einen tollen Blick genießen. Nach einem Abstecher ins Marionetten-Museum fahren wir mit der Standbahn wieder runter in die Stadt und schlendern vorbei an Dom und Residenz. Dann gibt's natürlich Süßes: In der Getreidegasse essen wir Eis aus Bio-Schafsmilch und später Linzer Törtchen in der Linzer Gasse. Von dort aus genießen wir die goldenen Oktobertag auf einer sonnigen Bank auf halber Höhe des Kapuzinerbergs. Über den Mirabellgarten und den schönen Zauberflöten-Spielplatz schlendern wir schließlich zum Hotel zurück. Abendessen gibt es im tollen Burger-Restaurant Ludwig. Ebenfalls empfehlenswert ist das kloanste Brauhaus Salzburgs in der Kästner-Schenke, in dem wir gemeinsam mit vielen Einheimischen essen und vor allen das leckere selbst gebraute Bier trinken.
Wir haben in Salzburg in weniger als zwei Tagen viel erlebt und die Stadt wirklich intensiv erkundet. Es geht allerdings auch deutlich entspannter. Wer sich auch noch etwas im Umland umschauen möchte, der sollte eher vier Tage einplanen - etwa für das Lustschloß Hellbrunn, den Zoo, die Stiegl Brauwelt oder den Hangar 7. Immer einen Besuch wert ist auch das Salzburg Outlet, in dem wir schon das ein oder andere Schnäppchen erstanden haben.

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