Portugal: Das Märchenschloss bei der Stadt des Lichts

Neuseeland mit Kindern bereisen
Neuseeland: Familienausflug ans andere Ende der Welt
19. März 2014
Portugal Rundreise mit Kind

Portugal

Unsere Portugal Rundreise mit Kind durch den Süden des Landes beginnt am Flughafen Faro, von wo wir mit einem Renault Megane gen Westen starten.


Cabo Sao Vicente

Nach einem Stopp in Albufeira landen wir in der netten Hafenstadt Lagos mit einem für die Algarve so typischen breiten Strand. Von hier aus lässt sich der südwestlichste Zipfel Europas bestens erkunden.
Ein Muss ist sicher das 30 Kilometer entfernte Cabo Sao Vicente nahe dem Örtchen Sagres, dem Namensgeber einer der größten portugiesischen Biersorten. Am Kap fällt eine imposante Steilküste bis zu 70 Meter tief in den Atlantik. Die Landschaft ist karg und rauh. Doch beim Rundgang am Cabo Sao Vicente wird schnell klar, warum das hier lange als magischer Ort am Ende der Welt galt. Besonders Deutsche fühlen sich hier auch schnell heimisch: Denn neben lokalen kulinarischen Spezialitäten gibt es hier auch die "letzte Bratwurst vor Amerika". Einen Besuch wert ist auch der Leuchtturm am Kap: Er gilt mit einer Reichweite von rund 60 Kilometern als einer der strahlkräftigsten Europas.

Estoril

In weniger als vier Stunden erreichen wir von Lagos aus über die A2 die Hauptstadt Lissabon. Die Stadt des Lichts hat eine besonders tolle Lage an der Mündung des Tejo. Wir überqueren den Fluss aus dem Süden und werden durch eine imposante Christus-Statue und die schöne Front des Stadtteils Belem begrüßt, inklusive des Weltkulturerbes Torre de Belem. An der Brücke des 25. April biegen wir allerdings nicht rechts nach Lissabon ab, sondern links: Für vier Nächte bleiben wir im Seebad Estoril, gesprochen "Eschturiu" - eine gute Wahl für die Erkundung des Großraums Lissabon.


Sintra

Unbedingt einen Ausflug wert ist der Ort Sintra mit seiner gerade für Kindern sehr erlebbaren Kulturlandschaft. Gleich mehrere Paläste und Kastelle zeugen davon, dass sich hier Könige und Herrscher schon viele Jahrhunderte niederließen. Das prächtigste Ensemble auf einem Hügel bei Sintra ist zweifellos der imposante Peña-Palast. Den Weg hoch von Sintra zum Peña-Park kann man zu Fuß machen, muss man aber nicht, denn oben gibt es einen Parkplatz - auch wenn er klein ist und man etwas Glück braucht. Der Park selbst bietet reichlich Auslauf, etwa zum Hohen Kreuz. Von dort eröffnet sich ein herrlicher 360-Grad-Blick: im Osten Lissabon, im Süden Estoril mit der markanten Rennstrecke, im Westen der Atlantik sowie die nördliche Küstenlinie. Auch die Perspektive auf den Peña-Palast ist sehenswert. Dort lohnt sich auch eine Führung, um die verwinkelten Räume dieses Märchenschlosses zu erkunden. Etwa 15 Gehminuten unterhalb des Palastes bietet auch das Castelo dos Mouros viel Spaß für Kids. Allein das Besteigen der alten Kastellmauern erinnert an einen Kletterwald.
Wir kehren am Nachmittag aus Sintra in das benachbarte Estoril zurück, wo wir diesen Sonntag am Strand Moitas mit vielen Einheimischen ausklingen lassen.

Lissabon

Um von Estoril nach Lissabon zu fahren, benötigen wir kein Auto. Vom kleinen Bahnhof fahren wir etwa 40 Minuten mit dem Zug entlang des Tejo gen Osten bis zum Hauptbahnhof der Hauptstadt, dem Cais do Sodre. Von dort erkunden wir die Stadt zu Fuß, zunächst den schnuckeligen Stadtteil Alfama mit seinen engen Gässchen und der Kathedrale Se Patriarchal. Spätestens nachdem wir über den Aussichtspunkt Santa Lucia das Kastell erreicht haben, sind wir froh, für unsere Tochter einen Buggy dabei zu haben.
Lissabon ist ebenso hügelig wie schön. Doch die Ausblicke lohnen alle Mühen. Anschließend wechseln wir das Verkehrsmittel und steigen um auf die "28", Lissabons bekannteste Straßenbahnlinie. Es beschleicht uns das Gefühl, dass diese legendäre Fahrt durch die engen Gässchen vorwiegend eine Touristenattraktion ist. Egal! Wir donnern bergauf und bergab durch die Stadt und schauen von unseren Fensterplätzen direkt in zahlreiche Lissaboner Wohnzimmer - geschätzte Entfernung: 150 cm Luftlinie. Die Fahrt endet für uns an der Basilika im Stadtteil Estrela.
Von dort aus geht es per Pedes und mit Buggy zurück in Stadtzentrum, wo wir in den Elevador Santa Justa einsteigen. Mit dem schönen innerstädtischen Aufzug aus dem Jahr 1901 lassen sich die acht Höhenmeter zwischen den Stadtteilen Baixa und Chiado überbrücken. Zum Glück geht es von dort vorwiegend bergab zurück zum Bahnhof.
Auf der Rückfahrt mit dem Zug zum Monte Estoril legen wir dann die Füße hoch und genießen die Heimfahrt - links die Tejo-Mündung, rechts Stadtteile wie das schöne Belem. Anschließend lassen wir den herrlichen Tag erneut am Strand Moitas ausklingen.

Obidos

Ein weiterer Ausflug führt uns von Estoril gen Norden nach Obidos, das Rothenburg ob der Tauber Portugals. Im Mai geht es dort noch beschaulich zu. Für einen ersten Überblick eignet sich ein Spaziergang rund um die Stadtmauer, ehe wir die kleinen Gässchen erkunden.
Auf dem Rückweg fahren wir mit dem Auto von Norden nach Lissabon. Wir überqueren die imposante, 17 Kilometer lange Brücke Vasco da Gama, um im Freeport Outlet in Alcochete zu shoppen.

Alentejo

Von Lissabon geht es südostwärts ins Alentejo, genauer ins schöne Evora. Vor allem die historische Altstadt zeugt von vielen Epochen: Hier waren die Römer und die Mauren. Portugiesische Könige ließen sich hier wählen. Heute ist der vor Geschichte strotzende Stadtkern wunderbar zu Fuß zu erkunden. Im Stadtkern gibt es zahlreiche kleine und feine einheimische Restaurant, in denen es natürlich auch Cataplana gibt. Dieser Eintopf aus dem Kupferkessel erinnert an eine Mischung zwischen französischer Fischsuppe und marokkanischer Tajine - was ja geografisch ganz gut passt. Wir haben uns für eine Muschel-Cataplana im Restaurant A Muralha entschieden: köstlich.Danach ging es noch mal zum Toben: Auch an Spielplätzen mangelt es Evora nicht. Ein Flop ist für uns der geplante Besuch des Steinkreises von Almendres. Wenige Kilometer bevor wir das tausende Jahre alte Steinoval erreichen, brechen wir ab: Unser Renault Megane ist kein Land Rover und für die aufgeweichte Buckelpiste nicht gemacht.

Algarve

Für den Abschluss unserer Portugal-Rundreise fahren wir vom Alentejo - vorbei an Dutzenden Störchen - noch einmal südwärts in Richtung Algarve. Dort verbringen wir noch ein paar schöne Tage im Eurotel Altura. Das ist zwar ein optisch fragwürdiger Koffer, aber Service, Superstrand und viele Sonnenstunden gleichen das locker aus. Nach vier Nächten geht es zurück zum Flughafen Faro und zurück nach Frankfurt.

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