Ottawa: Feuerzauber und Bieberschwänze

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Ottawa

Eine der schönsten Stellen der kanadischen Hauptstadt im Osten Kanadas befindet sich unterhalb des Parlamentshügels, wo der Rideau Kanal in den Ottawa River mündet.Im Umkreis von nur wenigen Kilometern erkunden wir von hier an einem herrlichen Sommertag die sehenswertesten Ecken der Stadt.

Ottawa

Unsere Stadterkundung beginnt um 10 Uhr mit der morgendlichen Wachablösung am Fuße des Peace Towers, die im Vergleich zur Wachablösung in Quebec noch mehr Besucher zieht. Bei all den Uniformen und den Dudelsäcken müssen wir immer mal wieder hoch zur kanadischen Flagge schauen, um uns zu vergewissern, dass wir nicht in Großbritannien sind. Diese Zweifel lösen sich aber spätestens an der beschriebenen Stelle am Rideau Kanal auf. Hier zeigt Ottawa sein schönstes Gesicht und die Kanadier ihre typische Gelassenheit: Als wäre der Weg das Ziel, nehmen die Hobby-Kapitäne mit ihren kleinen Yachten Schleuse um Schleuse. Für Zuschauer ein geradezu kontemplatives Schauspiel beim stetiger Rauschen des Wassers. Angesichts der fast 30 Grad ist es fast nicht vorstellbar, dass hier im Winter stets eine riesige Eisfläche ist, die die Besucher anlockt. Wir spazieren über die Alexandra Brigde von Ontario nach Quebec, denn die Grenze verläuft mitten durch den Ottawa River. Schön ist die Architektur im und rund um das kanadisch-historische Musuem in Gatineau. Hier gibt es mehrere Themenbereiche, unter anderem auch ein nettes Kindermuseum. Vorbei am Nepean Point geht zurück über den Fluss nach Ottawa, wo wir den belebten Byward-Market besuchen. Anstatt zu shoppen, schauen wir lieber den vielen talentierten Break Dancern zu. Selbstverständlich naschen wir auch die örtliche Spezialität, den Beaver Tail – eine Art Pfannkuchen, wahlweise süß oder deftig. Anschließend chillen noch etwas im Major’s Hill Park, wo an diesem Samstag ein Hochzeitpaar nach dem anderen zum Fotoshooting auftaucht. Nach Einbruch der Dunkelheit versammeln wir uns an diesem milden Sommerabend mit mehreren tausend Besuchern auf dem Parlamentshügel. Vom Platz des morgendlichen Wachwechsels sehen wir hinter dem Parlament zunächst das gewaltige, halbstündige Feuerwerk des Casinos über dem Ottawa River. Anschließend verfolgen wir die Lightshow „Nordlichter“, die die Geschichte Kanadas auf Parlamentsgebäude projiziert.

Britannia Park

Als wir am nächsten Tag dem Trubel der Hauptstadt etwas entgehen wollen, entdecken wir eine wahre kanadische Spezialität für Kinder, die Splash Pads. Auf den Wasserspielplätzen wie jenem am Bandmaster Park verfliegt für die Kleinen die Zeit im Nu. Da uns das an diesem heißen Tag an Abkühlung aber nicht reicht, fahren wir weiter zum Britannia Park. Hier schmurgeln wir in der Sonne, schwimmen im grünlichen, aber angenehmen Wasser des Ottawa River und bauen Sandburgen. Außerdem startet hier auch die Ottawa City Rafting in Richtung der nur wenige Kilometer entfernten Hauptstadt.

Kingston/Thousand Islands

Vom Rideau Kanal geht es im Osten Kanadas auf dem Wasserweg über knapp 50 Schleusen ins rund 200 Kilometer entfernte Kingston. Wir bevorzugen das Auto, um in die Geburtsstadt von Bryan Adams zu gelangen. Kingston selbst ist recht übersichtlich: Ein Spaziergang vom City Park über den Markt bis hin zu City Hall und Fähranleger, wo auch die Bootstouren starten, lohnt sie in jedem Fall. Auch das alte Fort Henry zählt zu den Attraktionen. Wir interessieren uns mehr für die berühmten Thousand Islands, die sich hier im Ontariosee verteilen. Zur Erkundung nehmen wir die Küstenstraße 33 bis nach Adolphustown. Von dort setzen wir mit der kostenlosen Autofähre nach Glenora auf der Halbinsel Prince Edward über. Über Picton geht es zum Sandbanks Provinzial Park. Der dortige Strand gilt als einer der zehn besten in ganz Kanada. Für 17 kanadische Dollar Eintritt in den Park werden nicht enttäuscht: Der Outlet-Beach erweist sich als Super-Sandstrand kurz vor dem Übergang vom Ontariosee zum St. Lorenz Strom - mit Top-Wellen und Muscheln. Es ist sehr irritierend, dass man trotz der Weite am Horizont in Süß- und nicht in Salzwasser schwimmt. Lediglich von gierigen Möwen sollte man sich in Acht nehmen. Die Einheimischen wissen offenbar, warum sie ihre Provicial Parks perfekt vorbereitet besuchen - inklusive Sonnensegel, Riesen-Tiefkühltruhen und Snacks aller Art.
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