Montreal: Mit Kind und Eichhörnchen

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Montreal mit Kind

Montreal

Dreh- und Angelpunkt unserer tollen Tage in Montreal ist unser Novotel in der Rue de la Montagne. Vom Fuße des Mont Royal aus lassen sich zahlreiche tolle Ecken der Stadt zu Fuß erreichen.




Mont Royal

Nach einem kurzen Stopp beim Tourist Office am Dorchester Square erklimmen wir den namensgebenden Mont Royal - schweißtreibend, aber wunderschön. Oben am Chalet haben wir einen super Ausblick und sehen, wie zentral wir direkt unter uns in der Rue de la Montagne wohnen. Anschließend chillen wir noch im Park, während sich Emmy auf eine intensive Fotosafari mit den vielen Eichhörnchen begibt. Wir steigen wieder hinab in die Stadt und besuchen auf Emmys expliziten Wunsch die Barbie-Ausstellung, die gerade in der Modestadt gastiert: Wir sehen Heidi Klum als Barbie, Zombie- und Vampir-Barbies und hunderte landestypischer Barbies aus der ganzen Welt. Etwas schräg, aber saugut. Anschließend dinieren wir nach so viel Rosa derbe-mexikanisch auf der direkt gegenüber liegenden Terrasse bei Carlos&Pepes. Es ist bereits dunkel, aber immer noch sommerlich-mild, als wir zurück in die Rue de la Montagne spazieren.

Montreal

Tags darauf starten wir kurz vor 10 Uhr zur Stadtbegehung durch Montreal mit Kind. Per Pedes geht es zur Kathedrale, ehe wir uns bei Tim Hortons ein zweites Frühstück schnappen, das wir am Victoria Square wegmümmeln. Dann geht es über den Place D'Armes zur tollen Basilika Notre Dame und in die für Nordamerika einmalige Altstadt mit ihren engen Gassen und Häusern aus vielen unterschiedlichen Jahrhunderten. Zwar wird vor dem Rathaus nördlich des Place Jaques Cartier gerade wie wild gebaut, doch man fühlt sich dennoch schnell europäisch-linksrheinisch. Wir spazieren durch die Gässchen und pilgern dann zum Ufer des St. Lorenz Stroms an den Old Port. Dort gibt es allerlei für Kids: vom Kletterpark über Ziplines bis hin zu einem Labyrinth, in dem es Rätsel zu lösen gilt. Zum Lunch essen wir die lokale Spezialität Poutine: Pommes mit Käsewürfeln und darüber Bratensauce. Dann marschieren wir wie die Teufel über die eigentlich als Radweg vorgesehene Strecke zur Ile Sainte Helene - 4 Kilometer durch nicht nur schöne Ecken der Stadt. Der Weg führt vorbei am legosteinähnlichen Wohnprojekt Habitat 67 für damalige Expo und über die Concorde-Brücke hin zum Weltausstellungsgelände von 1967 inklusive der Biospähren-Kugel. Zurück geht es dann nicht mehr zu Fuß, sondern unter der Erde mit der Metro zur Station McGill. Da es inzwischen heftig regnet, entscheiden wir uns nun für Montreals unterirdische Souterrain-Stadt mit Shops und Restaurants. Wir schauen nochmals bei den Barbies vorbei, essen unterirdisch ein Eis und überirdisch in der netten Bäckerei Au Pain Doré Kuchen und trinken Kaffee.

Olympia-Gelände/Botanischer Garten

Nach einem Starbucks-Frühstück am Dorchester Square geht es von der Metro-Station Peel zum Olympia-Gelände von 1976. Wir buchen den Botanischen Garten und das Insectarium für angemessene 25 Euro. Bei 26 Grad und leichter Bewölkung erkunden wir einen der schönsten Gärten Nordamerikas. Für Kinder gibt es viel zu entdecken: Emily keschert in einem Tümpel (erfolglos) nach Larven. Wir lernen, wie weit Grashüpfer im Verhältnis zu Menschen springen. Wir entdecken im japanischen Garten mehrere hundert Jahre Bonsais. Die Krönung für Emmy und viele andere Kinder ist ein sensationeller hölzerner Indianer-Trail. Kinder bauen Tipis und Jenga-Türme und jagen über einen tollen Parcours. Zum Abschluss besuchen wir noch den Garten der giftigen Pflanzen und den Steingarten, ehe wir noch eine Stunde im Insectarium verbringen. Dort sehen wir Ameisen-Wanderwege, zahllose kleine und gaaaanz große Käfer sowie riesige Schmetterlinge. Nach einem Eis geht es vorbei am Olympiastadion von 1976 mitsamt krummem Flutlichtmasten, der uns im Botanischen Garten immer etwas Orientierung gab. Dann fahren wir zurück in die Rue de la Montagne. Abends essen wir in der Mikro-Brauerei "Les 3 Brasseurs". Dort gibt es Flammkuchen, Fish&Chips und das Kids Menü für Emmy - und wir gönnen uns einen Pitcher sehr leckeres India Pale Ale.

Rapides de Lachine

Für unser letztes Abenteuer in Montreal fahren wir mit dem Auto raus aus der City ins etwa 30 Minuten südlich gelegene Lachine. Dort startet die saugute Rafting Tour über die "Rapides de Lachine" des St. Lorenz Stroms. Nach der Einweisung durch den Chef und Coach Justin geht es mit vier Schlauchbooten zunächst gemächlich gen Osten. Unsere Kombo besteht aus Engländern, Kanadiern und drei New Yorker Muskelbergen, von denen wir uns viel Paddelpower versprechen. Kurz nach dem Start geht es zum Test gleich mal in den durch die wochenlange Hitze angenehm warmen Strom. Dann passieren wir die ersten Stromschnellen und nehmen den sogenannten Whirlpool. Diese Beschreibung passt wie angegossen: Wie aus dem Nichts entstehen auf der Wasseroberfläche riesige Blasen, die nach dem Platzen einfach ein Loch hinterlassen. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt. Unsere Achtjährige ist immer noch der Meinung, dass wir eine Familien-Paddeltour machen. Sie wandert in die Mitte des Schlauchbootes, wo sie nicht mehr paddeln muss und genießt den Trip dort sichtlich. Dann nehmen wir den Devil's Drop nehmen und müssen dabei wesentlich mehr raften als erwartet. Nach einigen weiteren Schnellen machen wir mitten im Strom fest und genießen diesen herrlichen Fluss, der uns nunmehr drei Wochen begleitet hat. Dann wagen wir die letzte Welle, den bis zu fünf Meter hohen Big John. Wir überleben die Schnelle und springen zur Belohnung nochmals in die Fluten. Vater und Tochter lassen sich mit den Schwimmwesten Hand in Hand bis ans Ufer treiben, während die supernetten drei New Yorker Muskelberge offenbar gerade erst Seepferdchen gemacht haben und nur mit Mühe das Ufer erreichen. Mit dem Bus geht es zurück zum sieben Kilometer entfernten Startpunkt. Anschließend gibt es für alle ein Eis und es geht zurück ins Hotel. Zum Abschluss essen wir abends die verdienten Super-Burger bei Dundees Bar&Grill - was für ein tolles Finale unsere guten Zeit in Montreal.

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