Sechs Tipps für aktiven Urlaub auf Mallorca mit Kind

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Wir bereisen Mallorca in den Osterferien mit unserer neunjährigen Tochter Emmy. Da das 14 Grad warme Mittelmeer etwas Überwindung kostet, entscheiden wir uns lieber für ein Woche Aktivurlaub. Unser Quartier schlagen wir im tollen PlayGarden Selection Hotel & Spa in Muro Beach auf. Nach einigen tollen Ausflügen und Wanderungen haben wir den Norden der Mittelmeerinsel wirklich lieb gewonnen. Hier sechs Tipps für aktive Familien mit Kindern…


Mit Radler-Eskorte zum Cap de Formentor

Unser erster Ausflug auf Mallorca führte uns zum Cap de Formentor auf der Insel. Spätestens ab Pollença sind die Radfahrer definitiv in der Überzahl. Unser erster Stopp am Mirador de Colomer/Mirador de la Crueta ist bereits der Knaller: Es windet wie wild und wir haben einen tollen Blick auf den Illot del Colomer. Umgeben von Radlern, Autos und Scootern stoppen wir nochmals an der Cala Figuera, ehe wir gegen 12:30 Uhr den Leuchtturm am Cap Formentor erreichen, 384 Meter über dem Meeresspiegel steil unter uns. Das nördliche Ende der Insel ist schroff, ursprünglich und von spröder Schönheit. Der kräftige Wind am Cap de Formentor verstärkt die Eindrücke nur. Wir fahren die kurvige Strecke zum Cap solide und müssen vor dem Leuchtturm nur wenige Minuten auf einen der wenigen Parkplätze warten. Dass die Strecke aufgrund zahlreicher Unfälle künftig eventuell geschlossen werden soll, wundert uns aber nicht.

Geheimtipp: Auf dem Rückweg fahren wir gegenüber vom Parkplatz am Mirador de Colomer noch einmal in Richtung Talaia d’Albercutx. Auf halber Höhe parken wir und marschieren hoch zum und in den Piraten<-Aussichtsturm, der eine grandiosen 360-Grad-Blick offenbart.

Talia d’Alcudia: Wanderung zwischen den Wassern

Tags darauf starten wir um kurz nach 11 Uhr vom Parkplatz am Einsiedlerhaus Ermitia de la Victoria zum Rundweg um den Talaia d‘Alcudia - quasi parallel zur Halbinsel gestern. Zunächst wandern wir vorbei an drei Kreuzen, ehe es bei inzwischen blauem Himmel, Megawind und nur 13 Grad hoch geht zum Gipfel auf 446 Meter - der Weg ist durchaus anspruchsvoll. Wir werden erneut belohnt mit einem sauguten 360-Grad-Blick auf die Buchten von Pollença und Alcudia, ins Landesinnere und sogar bis nach Menorca - kein Wunder dass die Wanderung zwischen den Wassern genannt wird.

Nach kurzem Snack im Windschatten des Gipfels klettern wie über den Osthang hinab. Weiter im Wind steigen wir hinunter bis zur einsamen, kleinen Bucht Platja des Coll Baix. Den verwinkelten Weg dahin finden wir nur dank des tollen Wander-Reiseführers von Rolf Goetz im Rother-Verlag. Am Strand genießen wie den Moment und stärken uns nochmals. Dann geht es durch das Coll de la Benet zurück rund um den Talaia d‘Alcudia zur Bucht von Pollença. Vorbei an der Ortschaft Bon Aire und einigen Ziegen erreichen wir den letzen fiesen Anstieg zurück zur Ermitia de la Victoria, wo wir um 16:45 wieder ankommen. Etwas platt, aber glücklich.



Rancho Grande: Ausritt zum Strand

Als wir am heutigen Ostersonntag um kurz vor 8 Uhr aufwachen, denken wir nicht im Traum daran, dass wir ein paar Stunden nach der Ostereier-Suche auf einem Pferderücken sitzen. Das Abenteuer beginnt gegen 11 Uhr auf der schönen Farm Rancho Grande, die uns eine Dame von TUI empfohlen hat. Nachdem wir einige Tiere beäugt haben - unter anderen einen verwegenen Lisztraffen - entschließen wir uns zu einem spontanen Ausritt an den Strand nahe der Colonia de Sant Pere. Für insgesamt 50 Euro pro Nase treten wir drei Anfänger der sogenannten Automatico-Gruppe bei und reiten Schritt auf Ali, Tarzen und Ranessa. Nach einen tollen Ritt mit guten Guides durch Wald, Wiesen und am Strand entlang kehren wir um 14 Uhr zur Ranch zurück - Emmy ist selig, dreisezeit happy.


Wanderung rund um Sóller

An einem zunächst durchwachsenen April-Tag fahren wir um 9:30 Uhr bei ziemlicher Bewölkung von Muro Beach in Richtung Westen. Wir passieren Pollença und fahren - begleitet von unzähligen Radfahrern - in die höchsten Berge der Insel im Tramuntara Gebirge. Nach gut 50 Kilometern erreichen wir erst Sóller und dann Port de Sóller, wo wir um 11:07 Uhr ein Parkhaus-Ticket ziehen.

In den kommenden fünf Stunden marschiert dreisezeit 23 Kilometer durch die Bucht von Port de Sóller und dann vorbei an Hausberg Muleta durch idyllische Olivenhaine und weiter ins Orangental von Sóller. Dort gönnen wir uns im Zentrum direkt an der Kirche St. Bartholomäus ein überragendes Orangeneis. Anstatt mit der hier ebenfalls verkehrenden Straßenbahn zu fahren, wandern wir zurück in die Bucht am Hafen. Eine Minute vor Ende unserer Parkzeit sind wir am Auto. Ratzfatz fahren wir durch den Tunnel in Richtung Palma und knicken dann ab auf die Schnellstraße MA-13 in Richtung Norden.




Vom Kloster Lluc zum Kamel und zur Gruselhöhle

Nach einigen längeren Wanderungen lassen wir es heute etwas ruhiger angehen: Erneut fahren wir durch das Tramuntana Gebirge, wo wir gegen 11 Uhr das Kloster Lluc erreichen. Außerhalb der sehenswerten Klostermauern drehen wir bei schönsten Wetter eine kleine Runde und entdecken die Gruselhöhle Cova de sa Coveta des Morts. Natürlich besuchen wir auch die bekannte Felsformation des Kalkstein-Kamels. Anschließend besuchen wir noch die schwarze Maria in der Basilika und fahren über die steile Abfahrt in Richtung Inca und zurück nach Muro Beach.

Rundwanderung im Naturpark Llevant als Königsetappe

Zum Abschluss unserer Mallorca-Woche steht heute die Königsetappe an: Bei strahlendem Sonnenschein starten wir um kurz nach dem Frühstück gen Osten. Wir passieren Can Picafort und das schicke Artà und finden tatsächlich den von Rolf Goetz im Rother-Reiseführer beschriebenen Parkplatz nahe Ermita de Belem im Naturpark Llevant.

Um 10 Uhr starten wir von S‘Alqueria Velle in die große Panoramarunde: Wir passieren das ehemalige Gefangenenlager Compament dels Soldats und stehen nach 90 Minuten auf dem Gipfel des Puig de sa Tudossa kurz vor dem Cap Ferrutx. Uns eröffnet sich ein Wahnsinnsausblick über die Buchten von Alcudia und Pollença - bis hin zum Cap de Formentor!

Dann steigen wir vorbei an einem von TUI wiederaufgeforstetem Wald mit Kiefern und Ölbäumen wieder ab und lunchen über der Bucht Cala Roja. In der Bucht Platja de sa Font Celeda erfrischen wir uns mit den Füßen im Wasser. Anschließend geht es vom Strand wieder in Landesinnere nach Albarca, ehe der fiese Anstieg zum Coll de Verger folgt. 20 Minuten später sind wir bei Dauersonne und inzwischen 22 Grad um 16:30 Uhr nach 22 Kilometer bei 750 Höhenmetern wieder am Auto in S‘Alqueria Velle - super!
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