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Malediven-Urlaub

Malediven-Urlaub

Im April 2010 ging es mit unserer damals 20 Monate alten Tochter Emmy auf die Malediven in Richtung Nilandhe Atoll.

Unser lange auf der Kippe stehender Condor-Flug von Frankfurt nach Male war einer der ersten Flüge, nachdem der Vulkanausbruch des isländischen Eyjafjallajökull das Rhein-Main-Gebiet in eine merkwürdige Stille gelegt hat. Das Gegenteil von Stille erlebten wir dann im Wasserflugzeug auf dem Transfer von der Hauptinsel Maledivens zum Nilandhe Atoll. Egal: Unsere Nachwuchskraft war müde und ist mal eben auf Papas Oberschenkel eingeschlafen.

Allein die Landung im Indischen Ozean und die Begrüßung im Hotel Vilu Reef waren unvergessliche Erlebnisse. Mit Trommeln und Gesang werden alle Neuzugänge auf den kleinen Eiland begrüßt. Sofort fühlten wir uns willkommen. Die folgenden zwei Wochen waren idyllisch und rückblickend vergleichsweise unspektakulär. Keine Rundreise, sondern ein Aktionsradius von etwa einem Kilometer Insel-Durchmesser. Keine eigenen Kochkünste, sondern durchweg All Inclusive Buffet. Keine Hotel- und Stadterkundungen, sondern eine schnuckelige Holzhütte mit allem was man benötigt und einem Bad im Freien.

Planschen mit den Riffhaien

Um möglichst viel schöne Zeit als kleine Familie zu verbringen, war der vermeintlich unspektakuläre Urlaub allerdings super. Aus der Holzhütte erreichten wir mit zwanzig Schritten einen Traumstrand. Da wir uns Ende April der Monsunsaison näherten, hatten wir den Strand zudem fast für uns alleine. Das Wasser war so warm, dass sich selbst unsere knapp Zweijährige stundenlang dort aufhalten wollte - dabei störten sie die kleinen Riffhaie offenbar nicht im geringsten. Am Nachmittag stand bei uns stets die Umrundung der traumhaften Insel an. Sie endete stets am Süßwasserpool, von wo wir tolle Sonnenuntergänge erlebten - und uns zugleich von Salz und Sand befreiten. Für unsere Nachwuchskraft ging es dann nach dem Abendsnack in Bettchen. Mama und Papa dinierten in Babyphone-Nähe so richtig gut. Einige Male wurde das Abendessen auch als BBQ an der Strand verlegt: herrlich. Nach knapp zwei Wochen im  tollen Hotel Vilu Reef machte uns das Wetter den Abschied von den Malediven dann leicht: Offenbar läutete unser fast windstiller Aufenthalt den Monsunwechsel ein. Am letzten Abend begann es wie aus Kübeln zu schütten. Auch unser Rücktransport mit dem Wasserflugzeug nach Male nahm abenteuerliche Züge an. Er änderte aber nichts daran, dass wir dieser idyllischen Familienurlaub in bester Erinnerung halten.
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