Österreich: Kraxeln mit Kind im Salzburger Land

Sechs Tipps für aktiven Urlaub auf Mallorca mit Kind
31. Mai 2018

Österreich: Kraxeln mit Kind im Salzburger Land

Unser Basislager in Neunkirchen am Grossvenediger schlagen wir im schicken Hotel Kammerlander auf: Dort verbringen wir unseren aktiven Familienurlaub mit Kind – in bester Lage und mit einem tollen Natur-Badeteich im Garten. Ein zusätzliches Extra ist die Sommercard für den Nationalpark Hohe Tauern, die bei der Hotelbuchung mit dabei war. So sind wir bestens gerüstet für eine Woche Sommerurlaub im Salzburger Land.

Hier sechs Tipps für Ausflüge mit Kind: Venedigerweg im Obersulzbachtal, Krimmler Wasserfälle, Smaragdweg, Kitzlochklamm in Taxenbach und Niedernsiller Badesee, Wildkogel-Arena sowie Nationalparkzentrum Hohe Tauern in Mittersill.

 

 

Über den Venedigerweg durch das Obersulzbachtal

Nach einem tollen Frühstücksbuffet starten wir um 9:45 Uhr direkt vom Hotel Kammerlander aus einer Höhe von 865 Meter mit gepackten Lunchboxen und vier Litern Wasser . Der etwa 7,5 Kilometer lange Weg zum eigentlichen Startpunkt am Parkplatz Hopffeldboden ist ein guter, ebener Einstieg, ist aber eigentlich nicht mit vorgesehen. Dann gehen wir den Venedigerweg über die Hängebrücke, die kleine Kampriesenhütte, die Ofenloch-Alm, die Kampriesenalm vorbei an tollen Wasserfällen zur überragenden Berndlalm mit Streichelzoo und Spielplatz. Bevor wir dort allerdings um 14 Uhr eine Stunde einkehren, picknicken wir noch nahe der Foizenalm auf 1.548 m. Nach einer Apfelschorle auf der Berndlalm (inklusive 2 Liter Wasserauffüllung) machen wir uns um kurz vor 15 Uhr auf den Abstieg. Obwohl wir kein richtiges Stempelheft haben, verdient sich unsere achtjährige Emmy mit fünf von sechs Stempeln von den Stationen beim Aufstieg von Wirt Hans eine Venedigerweg-Brotdose. Auf dem Rückweg stempeln wir noch einmal bzw. holen Stempel eins an der Hängebrücke nach. Dann wird der Weg zurück zum Kammerlander zum Rennen gegen die Zeit beziehungsweise ein aufziehendes Gewitter. Wir packen es mit einem Schlussspurt tatsächlich bis 17:45 Uhr zurück und retten uns nach einem Tag voller Topwetter ziemlich platt und ganz knapp vor einem Megagewitter ins Hotel. Die Quartett-Daten in Kürze: Acht Stunden Wanderung, 700 Höhenmeter und knapp 32 Kilometer, zwei Minuten vor dem Gewitter im Hotel!



Zu den Krimmler Wasserfällen und den Wasserwelten

Um Punkt 10 Uhr stellen wir unser Auto in Krimml ab. Vom Parkdeck 4 aus wandern wir entlang der eigentlich vier Fälle von etwa 1.100 Meter über Schönangerl hoch zur Schettkanzel auf 1.460 Meter - und machen Millionen von Fotos bei leichter Bewölkung und etwa 24 Grad. Dann picknicken wir kurz vor dem Sturz und wandern weiter bis zur Söllnalm bzw. kehren ein in der Hölzlahner Alm. Nach dem Abmarsch entlang der Fälle besuchen wir noch die tollen Wasserwelten mit vielem Wissenswerten über H2O - von lautlosen Tropfen über einen Wasserkicker bis zu einer Wasserwippe und einem Kneipp-Becken. Nach der Rückkehr im Hotel springen wir passenderweise noch einmal in den Natur-Pool.

Smaragde schürfen im Habachtal

Heute sind wir im Edelstein-Fieber und machen uns auf den Smaragdweg. Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem Packen des Lunchpakets marschieren wir um 9:45 vom Hotel Kammerlander aus über den Arnoweg gen Smaragdweg im Habachtal. Wir wandern fünf Kilometer nach Bramberg und starten dann vom Parkplatz am Hotel Grundlhof bei leichter Bewölkung und 25 Grad in die Themen-Route. Gut zweieinhalb Stunden dauert die bisher schönste, kinderfreundliche Wanderung vorbei an Stationen wie der Kraft der Kugel, dem herrlichen Quellen-Reich bis hin zum Stein-Spiel-Garten, wo wir gegen 12:45 lunchen. Wir wandern noch weiter bis zum Almgasthof Alpenrose und leihen uns dort Schaufel, Eimer und Sieb zum Schürfen der Smaragde in einer abgegangenen Mure - mit durchaus ansehnlichem Erfolg für Laien: Wir schürfen zwei kleine „grüne Feuer“. Um 14:15 Uhr machen wir uns auf den Abstieg, immer noch bei leichter Bewölkung. Als wir 90 Minuten später am Parkplatz ankommen, nimmt die Bewölkung schon arg zu - und der Rückweg zum Hotel beträgt noch etwa 45 Minuten. Heute haben wir weniger Glück als bei der Wanderung zwei Tage zuvor: Auf halber Stecke erwischt uns das Unwetter auf der grünen Wiese. Um 16:35 Uhr kommen wir pitschnass im Hotel an - zumindest das Gewitter nicht allzu nahe kam. Nach 30 Kilometer und 600 Höhenmetern auf der Laufuhr chillen wir eine wohlverdiente Runde im Indoorpool des Hotels.



Durch die Kitzlochklamm in Taxenbach und zum Niedernsiller Badesee

Nach drei Wandertagen in Folge mit 80 Kilometern Wegstrecke und mehr als 2.000 Höhenmetern lassen wir es heute ruhiger angehen. Nach dem Frühstück fahren wir von Neunkirchen westwärts auf der 165 über Mittersill und Zell am See nach Taxenbach: Dort entscheiden wir uns für eine Runde durch die Kitzlochklamm, eine gute Entscheidung. Knapp zwei Stunden spazieren wir durch die Klamm, über Holzbrücken und durch Steintunnel - beeindruckend. Auf dem Rückweg stoppen wir am Niedernsiller Badesee. Die 15 Euro Eintritt sparen wir uns durch die Tauerncard. Die See bietet neben einer Fontäne, einer Rutsche und einem Wassertrampolin noch diverse Holzbauten mit Slacklines und Co. zum Klettern: saugut.

Im Nebel zum Gipfelkreuz des Wildkogel

Da das Wetter heute nicht so toll ist wie in den Tagen zuvor, lassen wir es morgens ruhiger angehen: Nach einem deftigen Frühstück gehen wir in wenigen Minuten vom Hotel Kammerlander zur Talstation und nehmen um 9:30 Uhr eine Gondel hoch zur Wildkogel-Arena. Als wir eine Viertelstunde später oben auf gut 2.100 Meter ankommen, ist dort dichter, feuchter Nebel bei knapp 16 Grad. Wir packen uns in unsere Regencapes, setzen die Mützen auf und starten vorbei an der Bergstation der Smaragdbahn gen Wildkogel-Gipfel - vorbei an zahlreichen grasenden Kühen. Auch in den Wolken hat das Gipfelkreuz des Wildkogel in Höhe von 2.224 Metern im Herzen der Kitzbüheler Alpen für uns seinen Charme. Von den Gipfeln der Hohen Tauern ist indes nichts zu sehen. Zur Belohnung gibt es für unsere eifrige Nachwuchs-Wanderin einen leckeren Kakao auf der urigen Ganser-Hochalm. Auf dem Weg dorthin treffen wir kaum Wanderer, nur kritisch schauende Kühe. Nach dem etwa zweistündigen Panoramaweg folgen über 1.000 Höhenmeter Abstieg von der Wildkogelscharte ins Tal, weil wir uns auch die Rückfahrt von der Mittelstation schenken. Um 15:45 Uhr kommen wir mit einem kleinen Umweg im Hotel an - rechtzeitig für Kaffee, Kuchen und Eis.




Mittersill: Hohe Tauern im Museumsformat

Für unseren letzten Ausflug brechen wir von Neunkirchen im Salzachtal gen Osten auf und besuchen das Nationalparkzentrum Hohe Tauern in Mittersill. Der Eintritt mit der Tauerncard ist kostenlos. In dem architektonisch spannenden Komplex lernen wir viel über die hiesige Natur und erleben Wissenswertes über die Tiere und Pflanzen der Berge. Wir sehen einen tollen 360-Grad-Film im Zeitraffer-Format, überblicken Felsformationen und unsere Neunjährige ist fasziniert von einem Raum mit einem riesigen Eisblock. Sehenswert.
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